beschreibung
die erde hat sich gedreht
ich bin auf ihrem
äußersten rand gegangen
schwindelfrei
der ländliche campanile
weißgetüncht
fiel mir in die arme
oder ich ihm
der alte strom
trieb ein geflecht von
flüssigen adern voran
in die wiesen
blaublütiger denn
manches geschlecht
von adel
hatte der gestrenge
eroberer neuer provinzen
es ihm
doch nicht ausgetrieben
nicht ein ganzes regiment
von kolonisten
überall heckten sonnen
große und kleine
kückensonnen in den
wildblühenden kirschen
in meinen haaren
in meiner brust
standen kopf in den
ruppigen korbweiden
kugelten sich im gras
ritten auf kurzwellen
mit dem wind
perfekte surfer
die milden sphären von
den knöcheln aufwärts
waren gesättigt
und blau von veilchen
von tausend veilchen
drei störche
drifteten gemächlich
südwärts
unentschlossen in bezug
auf eine niederlassung
der bischofssitz
den ich beehrte
schaute hinab
aufs urstromtal als
könnten er und die menschen
die an ihm hingen
kein wässerchen trüben
überhaupt schien alles
die reinste unschuld
die verflossenen
tage jahre jahrhunderte
segnungen kriegsläufe
grabenkämpfe
wassernotstände
nie gewesen
alles beginnen
zum ersten mal
an einem ersten morgen
mittag hellhörigen abend
mit weißem dampfer
anlegestelle flieder
buschen eingelagerten
homen huckelbergen
auch sie mit
sonnengekröse bespickt
zu ehren des adonis
von langen schmalen
karawanenpfaden umwunden
auf denen
völkerwandereungen
vonstatten gehen heute
und es ist nota
bene nicht mal ostern
wasserkunst
langsam
bekomme ich
regenhaut
seit tagen
empfangen
meine sinnesorgane
nichts als wassermusik
in meinen augen
zugänglichen
regenwäldern
stehen
angemessen
gemessen
wasserkühe
melodisch
enthu si astisch
vierhändig
mit wehenden
rockschößen
klimpert wind auf
gläsernem spinett
ab und zu
haut er auch
auf blech das heißt
auf mit solchem
ausgelegte
fenstersimse
untergetauchter
häuserzeilen
es läuft mir
jedesmal
angenehm gruselig
übers seelische
rückgrat
während ich
des singenden
springenden
löweneckerchens
gedenke
oder sonstwessen
in der tiefsee
sollten mir
demnächst noch
chuppen wachsen
stelle
ich versuchsweise
den goldenen
fisch dar
verschwommen
aus ersichtlichem
grund
junius
es ist zuweilen
wohltuend
zu verweilen
hier
auf erden
unter einem
angepflockten
scheckigen
sinnigen
traumschaum
himmel
weltraumbrandung
die an mein
eigenmächtiges
herz schlägt
als wäre es
befestigtes ufer
für vielerlei
flatterhaftes
getier
tirilierend
pfauenblau
stolzierend
kommunizierend
perlenaugen
verdrehend
und für green
brechts baum
am ausruhn
im dasein
die arme
ausbreitend
zuflucht
ich bin
noch nicht
vergangen
halte mich atme
lasse
märkischen sand
durchs getriebe
rinnen
eine art
stundenglas
vor dem herrn