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die spaziergängerin von F. und die freuden des altertums Gisela Waligora: die spaziergängerin von F. und die freuden des altertums. Lyrik, Format 12x21 cm, Paperback, 102 Seiten. ISBN 978-3-9809931-6-7 |
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die spaziergängerin von F. mehr oder weniger heitere memo arien Gisela Waligora: die spaziergängerin von F. mehr oder weniger heitere memo arien. Lyrik, Format 12x21 cm, Paperback, 96 Seiten. ISBN 978-3-9809931-3-5 |
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die spaziergängerin von F. jahreszeiten und befindlichkeiten Gisela Waligora: die spaziergängerin von F. jahreszeiten und befindlichkeiten. Lyrik, Format 12x21 cm, Paperback, 98 Seiten. ISBN 978-3-939960-03-4 |
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berührungen Gisela Waligora: berührungen. Lyrik, Format 12x21 cm, Paperback,146 Seiten. ISBN ohne |
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Gedichtbände im Eigenverlag sind bekanntlich so eine Sache. Angesichts der Unzahl dilettierender Hobbypoeten, die ihren Ewigkeitsanspruch nur allzu selbstbewusst in die Buchläden tragen, wünscht man dem Band von Gisela Waligora gern einen prominenteren Platz in den Regalen doch vielleicht würde die fast 70-jährige frühere Bibliothekarin aus Frankfurt (Oder) dies selbst gar nicht wollen. Das späte Debüt, "einer Erwartung nachkommend, so gut ich konnte" (Widmungstext), ist auf eine angenehme Weise frei von jeglicher Anmaßung. Und das hat Prinzip. "Die Spaziergängerin von F." , sprich: "von Frankfurt", hält, was sie verspricht im Titel. In den meisten der rund drei Dutzend Texte findet die Dichterin ihr poetisches Material überaus reichlich vor der Haustür: In Landschaft und Geschichte der Oderstadt und deren näherer Umgebung. Die Autorin widersteht in ihren poetischen Exkursionen jeder Versuchung, in Schwärmerei oder gar Heimattümelei zu verfallen. Im Gegenteil. Über all den genau und dennoch sparsam gezeichneten Landschaftsbildern schwebt immer eine Wolkenbank von Zweifel. Glück ist bei Gisela Waligora eine vage Möglichkeit, ein Augenblick, der schon im Moment des Erlebens als flüchtig skizziert wird. Ein "Ausnahmezustand", wie es in einem gleichnamigen Gedicht heißt: Da fällt der Blick auf eine sonnigen Waldlandschaft südlich Frankfurts, die Empfindung des triumphierenden Bussardschreis, der "ritzte / die glückshaut / des planeten / heraus strömte / freude", empfunden von einem Ich, das sich nur eine Zeitlang nicht sorgte "um den rest / meiner tage / und die welt". Erst die nachgestellte Ortsangabe erhellt den Zusammenhang: "klinikum in F., obere etage." Eine Grundstimmung, die allerdings auch wenig variiert und im letzten Gedicht sogar zur bloßen Schablone missrät. Da macht sich die Dichterin überflüssigerweise selbst zum Gegenstand und schwadroniert kokett über die vermeintliche Unzulänglichkeit ihres Werks. Das hätte sie überhaupt nicht nötig gehabt.
Die Zeiten, da Volker Braun mit seinen Gedichten Publikum anlockte, das Turnhallen füllte, sind vorbei. Der Satz, daß Gedichte kaum Publikum haben, ist zum Allgemeinplatz geworden. Ja manche meinen schon, nur die, die selbst Lyrik verfassen, lesen noch die Gedichte ihrer Kollegen. Viel zu schnellebig, viel zu bebildert ist unsere Umwelt geworden. Wir wollen, was wir lesen, schnell verdauen können. Viel Information bei möglichst wenig Text sind gefragt und bitte keine Reflexionen. All dies erfüllt Lyrik nicht. Gisela Waligora, die ehemalige Bibliothekarin, hat sich zu ihrem Gedichtband wohl mehr oder weniger überreden lassen. Sie traute den eigenen Texten nicht, befand sie für nicht wichtig genug. Wenn man das nun erschienene Bändchen in die Hand nimmt, wird man dieses Mißtrauen ganz und gar unbegründet findet. Fein geschliffene Perlen sind diese Texte. Befreit von allem Überflüssigen. Oft bis auf eine einziges Wort in einer Zeile reduziert. Und viel Luft ist da und vielerlei Vögel, was natürlich gut zusammen paßt. Das macht die Texte durchscheinend und was hindurch scheint ist Muße, die die Autorin wohl hatte, beim Schreiben und die sich nun, beim Lesen überträgt. Nur mal so nebenbei sollte man diese Gedichte nicht lesen, denn sie brauchen Zeit. Gedichte einer Spaziergängerin
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