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Der Aufwand für die Bearbeitung Ihres Manuskriptes kann beträchtlich gesenkt werden, wenn Sie bestimmte Regeln beachten.
Wenn möglich sollte Ihr Manuskript mit dem Computer geschrieben sein. Für die weitere Bearbeitung sind sowohl der Ausdruck auf Papier als auch die Datei auf Diskette oder CD-ROM erforderlich.
Bedrucken Sie die Seiten nur einseitig, vergessen Sie nicht die Seitenzahlen und lassen Sie genügend Rand für Korrekturen.
Und bitte die einzelnen Seiten nicht in Folien stecken.
Als Schrift sind am besten Helvetica oder Times, Schriftgröße 12, geeignet. Ein Text in einer Schreibschrift sieht zwar schön aus, lässt sich aber nicht gut lesen.
Vermeiden Sie Worttrennungen, die müssen (mitunter sehr aufwendig) wieder entfernt werden. Auch kommt es immer wieder vor, dass jede Zeile mit einem "Absatzende" (Enter bzw. Returntaste auf dem PC, entspricht der Zeilenschaltung auf der Schreibmaschine) beendet wird. Die Beseitigung kostet unnötig viel Zeit.
Außerdem muss nach jedem Satzzeichen ein Leerzeichen stehen, davor nicht.
Abkürzungen im Text sollten Sie möglichst nur verwenden, wenn diese allgemein gebräuchlich sind. Denken Sie beim Schreiben an Ihre zukünftigen Leser, die vielleicht mit Ihrem Fachgebiet nicht so vertraut sind.
Natürlich müssen Sie Ihr bereits ausgedrucktes Manuskript jetzt nicht noch einmal neu ausdrucken. Aber vielleicht sind Sie ja noch beim Schreiben und Überarbeiten.
Wenn Ihr Manuskript auf der Schreibmaschine oder mit Hand geschrieben ist, kümmern wir uns selbstverständlich auch um das Abschreiben. Aber vielleicht kennen Sie ja jemanden, der es freundlicherweise für Sie abschreibt.
Gern geben wir Ihnen weitere Hinweise, die den Arbeitsaufwand beim Umgang mit Ihrem Manuskript verringern und damit natürlich auch die Kosten.
Dem Autor fehlt oft die für ein erfolgreiches Buch nötige kritische Distanz zum eigenen Werk. Daher ist es wichtig, dass ein unabhängiger Lektor Ihr Manuskript durchsieht. Beim Lektorat wird besonders auf stilistische und inhaltliche Unstimmigkeiten, fehlerhafte Grammatik und ähnliches geachtet. Dabei werden natürlich auch Rechtschreibfehler und falsche Zeichensetzung korrigiert.
Oftmals tut dem Text eine Kürzung und Straffung gut. Die meisten Leser werden von detailgenauen Schilderungen eher abgeschreckt. Auch bei Dialogen ist weniger oft mehr. Nur wer sich nicht langweilt liest weiter.
Nach dem Lektorat werden Sie Ihr Manuskript mit etlichen Anmerkungen zurückbekommen. Bitte verstehen Sie diese als Anregungen oder Vorschläge. Die letztendliche Entscheidung bleibt bei Ihnen. Auch nach gründlicher Überarbeitung soll es Ihr Text bleiben.
Ihr Manuskript ist mit großer Wahrscheinlichkeit mit einer Textverarbeitung wie etwa Word auf dem PC geschrieben worden. Für die Aufbereitung zum Druck gibt es professionelle Satz- und Layout-Programme, mit denen gut lesbare, ästhetisch ansprechende und papiersparende Publikationen entstehen.
Damit wird das Layout für Ihr Buch entworfen. Seitengröße, Ränder, Schriftart, Schriftgröße, Zeilenabstände und Absatzformate werden festgelegt, um nur das Wichtigste zu nennen. Dann wird der Text dem Layout angepasst. Dabei wird z. B. darauf geachtet, dass es keine großen Lücken zwischen den Worten gibt und die Bilder werden in den Text eingepasst.
Im Unterschied zu einer Textverarbeitung können Wort- und Zeichenabstände, Zeilenabstände und Schriftgrößen auf den Bruchteil eines Millimeters genau eingestellt werden. Somit ist ein sehr viel ansprechenderes Schriftbild möglich als mit den üblichen Textverarbeitungsprogrammen.
Enthält Ihr Buch Bilder, ist es wichtig, dass Sie die Rechte zur Publikation haben. Sind nicht Sie Bildautor, so sollten sie vorher die Zustimmung des Bildautors einholen.
Nicht alle Bildvorlagen sind für den Druck geeignet. Ungeeignet sind in der Regel aus dem Internet heruntergeladene Fotos und Grafiken. Auch für Kopien und Zeitungsbilder gilt: Aus einer schlechten Vorlage kann kein gutes Bild entstehen.
Fotos und Bilder müssen vor dem Druck digitalisiert, d. h. eingescannt werden. Wenn irgend möglich, stellen Sie dafür die Originale zur Verfügung.
Wenn Sie das Scannen selbst übernehmen, achten Sie darauf, dass eine Auflösung von 300 dpi bei der gewünschten Bildgröße erforderlich ist. Das gilt auch für mit der Digitalkamera aufgenommene Bilder.
Der Umschlag ihres Buches entsteht ebenfalls am Computer. Er ist sozusagen die Visitenkarte Ihres Buches und soll Aufmerksamkeit erwecken. Sehen Sie sich einmal in der Buchhandlung um. Welche Bücher gefallen Ihnen, animieren Sie, das Buch in die Hand zu nehmen, darin zu blättern?
Für den Kauf entscheidend ist sicherlich der Inhalt, für den ersten Eindruck der Einband.
Soll Ihr Buch über den Buchhandel verkauft werden, muss darauf geachtet werden, dass es den von Ihnen gewählten Titel noch nicht gibt. Viele Autoren und Verlage lassen Ihre Titel vorsorglich schützen.
Ein großer Teil der Bücher erscheint heute als Paperback. Das ist wesentlich preiswerter als ein Festeinband. Für besondere Bücher kann es aber auch ein besonderer Einband sein, z. B. aus Leinen oder Leder.
Es gibt eine Vielzahl von Druckverfahren. Bücher werden vorwiegend im Offsetdruck hergestellt. Je größer die Auflage ist, desto preisgünstiger ist der Druck. Dieser erfolgt mit Hilfe von Druckplatten. Bei Auflagen bis etwa 400 Exemplaren ist das ein sehr teures Verfahren.
In den letzten Jahren ist zunehmend von Digitaldruck, Book on Demand (BoD) und Print on Demand (PoD) die Rede. Bei diesen Verfahren kann auf die Herstellung von Druckplatten verzichtet werden, die Farbe wird mit Hilfe eines Lasers aufgetragen. Dadurch ist ein kostengünstiger Druck von kleinen Auflagen möglich. Bei Bedarf kann schnell und unkompliziert nachgedruckt werden. "on demand" auf Anforderung, nach Bedarf.
Diese Druckverfahren ist ideal für kleine Auflagen von wenigen Einzelexemplaren bis zu einigen hundert.
Der Druck des Inhaltes kann unabhängig von der Herstellung des Bucheinbandes erfolgen. Es ist also ohne weiteres möglich, Ihre Familienchronik in 20 Exemplaren kostengünstig zu drucken und mit einem hochwertigen Leinen- oder Ledereinband zu versehen.
Nun noch einige Worte zum Drucken in Farbe. Meist sind die Buchcover farbig, der Inhalt einschließlich Bilder schwarz-weiß. Mitunter enthält das Buch einige Seiten mit farbigen Bildern. Der Grund dafür sind die Kosten. Farbdruck ist etwa drei- bis viermal so teuer wie Schwarz-weiß-Druck.
Jede ISBN-Nummer (Internationale Standard-Buchnummer) wird nur einmal vergeben. Damit ist ein Buch eindeutig gekennzeichnet und weltweit unverwechselbar.
Erhält ein Buch eine ISBN, wird es selbstverständlich auch an das VLB (Verzeichnis lieferbarer Bücher) gemeldet und die erforderlichen Pflichtexemplare werden an die Deutsche Bücherei in Leipzig bzw. Frankfurt/Main geschickt sowie an die entsprechende Landesbibliothek.
Mitunter kommt es vor, dass Ihnen in der Buchhandlung gesagt wird, ein bestimmtes Buch gäbe es nicht, der Verlag sei unbekannt.
Wenn ein Buch eine ISBN hat, steht es auch im Verzeichnis lieferbarer Bücher. Hat eine Buchhandlung noch nicht Zugriff auf die gerade aktuellste Ausgabe des Verzeichnisses, kann sie Ihnen aber an Hand der ISBN den Verlag sagen, in dem das gesuchte Buch erschienen ist, und sie können dann direkt beim Verlag bestellen.
Alle im VLB aufgenommenen Bücher finden Sie auch im Internet unter www.buchhandel.de
Fazit: Eine ISBN-Nummer ist zwar hilfreich, aber erst einmal müssen die potentiellen Leser von ihrem Buch erfahren.
Werbung kann richtig teuer werden. (Studieren Sie die Anzeigenpreislisten in diversen Zeitschriften.) Doch es gibt auch andere Möglichkeiten, Ihr Buch bekannt zu machen. Lesungen des Autors, Rezensionen in der Presse, Mundpropaganda ... Die sind zwar etwas aufwendiger, als eine Anzeige zu schalten, aber nach unserer Erfahrung auch effektiver.
Nutzen Sie alle Ihre Kontakte, Freunde, Bekannte, Vereine, die örtliche Buchhandlung, lokale Presse und auch das Internet. Laden Sie zu Lesungen ein.
Gern helfen wir Ihnen auch, einen Flyer zu erstellen, der Ihre Werbemaßnahmen unterstützt.
